In schwarz treten auch du & nichts auf, ein Konzepttheater aus Innsbruck. Drei Herren in schwarzen Nylonjacken, weiße Rosen im Knopfloch und wasserstoffblonde Perücken auf dem Kopf. Auf den Straßenasphalt malen sie ein okzidentales Mantra, mit dem sie das Denken, das Hoffen etc. beschwören. Sie sind Dadaisten des Zeitlichen, wechseln die Geschwindigkeit ihrer Nicht-Handlungen nach Belieben von Zeitlupe bis -raffer. "Eins zwei drei, du bist tot": abgezählt und sterbenslangsam abgedankt. "All you need is love": drei Äpfel. Da bleibt von unseren intellektuellen Lebensummauerungen kein Stein auf dem anderen. Das Trio spielt seine Performance "Das Schweigen der Leere" in einer Konzentration, einer Intensität des Befremdens, dass es einem kalt den Rücken herunter läuft. Sie kommen daher wie surrealistische Todesengel, Geheimagenten der Konzentration auf das wirklich Wesentliche, die ihr magisches Spiel mitten auf dem Asphalt treiben. Wen oder was werden sie in ihrem kleinen Plastiksarg beerdigen? Allein die Gewissheiten?
(Thomas Hahn, Paris)
Eine Gruppe hat einem auch in den kurzen Pausen zwischen den Showblöcken immer wieder effektvoll vor Augen geführt, wie klein und einfach, aber gleichzeitig witzig und eindrücklich Kleinkunst sein kann: Einmal stehen die drei Kartonschachtelmänner unbeweglich mitten auf dem grossen Acker neben dem Schadausaal, das nächste Mal gehen sie im Gleichschritt und in Zeitlupentempo durch das bevölkerte Foyer. Die österreichische Performance-Gruppe du & nichts hat mit ihren Auftritten der Börse zu einem gelungenen roten Faden verholfen.
(Feuilleton, Der Bund / CH)
52.000 Menschen erleben magische Momente beim Straßentheater 7.Internationales Straßentheater-Festival in Holzminden beweist erneut seine absolute Einmaligkeit.
Neben dem Sieger hatte die Jury noch lobende Worte für "du & nichts" aus Österreich. Die Gruppe gab ein "Wahrhaftiges Statement über die menschlichen Bedingungen" ab. Ihre Stille und absolute Konzentration habe einen starken Gegensatz zur normalen übersprühenden Energie des Straßentheaters erzeugt.
La recherche théàtrale de Parate Labor
Fondée il y a une Quinaine d'années par le metteur en scène zurichois Walter Pfaff. Toutes les nationalités ont défilé à Dompierre. Indiens, Mexicains, Allemands, Autrichiens ... "Parate-Labor" propose une pratique théâtrale basée sur le mouvement et le travail du corps. Inspirée par Jerzy Grotowski, un metteur en scène polonais, cette pratique fait appel à la concentration, à la précision et à la concision des gestes. Il s'agit d'une pratique mais aussi d'un art de vivre, d'une ascèse. Pendant plusieurs mois, les comédiens vivent en communauté totale, travaillant dix heures par jours, cinq jour et demi sur sept. du & nichts, troi artistes autrichiens ont d'ailleurs préparé un spectacle de mimes pour l'ouverture de la coupe d'Europe de football à Lisbonne. Ils ont déjà travaillé avec Walter Pfaff sur un spectacle de Kafka.
Monique PIERLOT